Ehemalige Hauptverwaltung Deutsche Bahn AG, Verwaltungsgebäude im Gallus-Viertel, Frankfurt am Main, Deutschland.
Die ehemalige Hauptverwaltung Deutsche Bahn AG ist ein 67 Meter hohes Hochhaus, das der Architekt Stephan Böhm entwarf und die Philipp Holzmann AG zwischen 1991 und 1993 als Generalunternehmer baute. Ein 17-geschossiger Kern erhebt sich inmitten fünfgeschossiger Gebäudeflügel auf einem 21.037 Quadratmeter großen Grundstück mit 45.608 Quadratmetern Mietfläche. Das Gebäude ist nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz als Kulturdenkmal eingestuft.
Das Gebäude wurde 1993 als neue Zentrale der Deutschen Bundesbahn errichtet, nachdem das Unternehmen sich vom früheren Sitz nahe dem Güterbahnhof verlagert hatte. Die Gründung dieser Zentrale markierte den Neubeginn des Eisenbahnmanagements nach der Wiedervereinigung Deutschlands.
Im örtlichen Sprachgebrauch heißt das Gebäude „Alcatraz“, nach der früheren Gefängnisinsel, ein Spitzname aus den Jahren als Deutsche-Bahn-Zentrale. Ein Modell nahe der Kantine zeigte das geplante, weitgehend identische Schwestergebäude, das nie gebaut wurde. Die Gebäudeflügel tragen die Bezeichnungen A bis C und dann I bis K, eine Lücke, die von diesem aufgegebenen zweiten Bauabschnitt stammt.
Das Gebäude ist ein Bürokomplex und von innen nicht zu besichtigen; es steht in Frankfurt-Gallus, etwa einen Kilometer westlich des früheren Standorts der Bundesbahn. Die Deutsche Bahn zog nach dem Ende des Mietvertrags 2020 aus, der Eigentümer vermarktet den Bau nun unter dem Namen RAW für eine Sanierung. Vor dem Eingang stand bis Mai 2020 die Denkmallok E 04 20.
Eine historische Lokomotive vom Typ E 04 20, die ab 1934 im Dienst war, stand viele Jahre am Eingang des Gebäudes. Diese Lok wurde 2020 entfernt und symbolisierte die lange Geschichte der deutschen Eisenbahnen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.845 Mitwirkenden weltweit.