Großsteingrab Blankensee, Neolithisches Dolmen in Lübeck, Deutschland
Großsteingrab Blankensee ist eine megalithische Grabanlage in Lübeck, bestehend aus großen Feldsteinen, die zu einer Kammer mit vier tragenden Steinen auf der Nordseite und mehreren auf der Südseite angeordnet sind. Die gesamte Struktur wird von vier großen Decksteinen gekrönt und hat eine Länge von etwa acht Metern und eine Breite von etwa drei Metern.
Das Grab wurde zwischen 3500 und 2800 v.Chr. von der Trichterbecherkultur erbaut und gehört zu den frühesten Beispielen organisierter Bestattungspraktiken in Nordeuropa. Ausgrabungen im Jahr 1857 brachten Menschenknochen, Keramikfragmente, eine Feuersteinäxte und ein Bronzemesser zum Vorschein, die zeigten, wie diese Kultur ihre Toten und wertvollen Gegenstände verehrte.
Der Name Blankensee deutet auf die Verbindung des Ortes zum nahegelegenen See hin, und das Grab wurde zu einem wichtigen Zeichen für die frühesten Siedler dieser Region. Besucher können heute sehen, wie solche Strukturen in der damaligen Landschaft als Orientierungspunkte und Orte der Gemeinschaft dienten.
Das Grab liegt in einem Waldgebiet unweit der Autobahnen B 207 und A 20 und ist von einem Schutzgitter umgeben, um die archäologische Stätte zu bewahren. Der Standort ist leicht zu erreichen, aber Besucher sollten sich auf einen naturbelassenen Ort vorbereiten, an dem es keine Infrastruktur oder Beschilderung gibt.
Die Grabanlage wurde lange Zeit übersehen, bis Arbeiter im 19. Jahrhundert zufällig auf sie aufmerksam wurden, was zu den wichtigen Ausgrabungen von 1857 führte. Diese Entdeckung half Archäologen zu verstehen, wie frühzeitig Megalithbauten in dieser Region entstanden waren.
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