Fürstlicher Park Inzigkofen, Landschaftsgarten in Inzigkofen, Deutschland
Der Fürstliche Park Inzigkofen ist eine Gartenanlage mit etwa 25 Hektar Fläche, die sich beiderseits der Donau erstreckt und natürliche Kalksteinformationen sowie mehrere Höhlen umfasst. Das Gelände ist durch steile Wege und erhöhte Aussichtspunkte gekennzeichnet, die Wanderern unterschiedliche Perspektiven auf die Flusslandschaft bieten.
Der Park wurde zwischen 1811 und 1829 zu beiden Seiten der Donau auf Veranlassung der Fürstin Amalie Zephyrine von Hohenzollern-Sigmaringen, einer geborenen Prinzessin von Salm-Kyrburg, angelegt. Sie ließ die Anlagen 1843 nach Westen erweitern; in diesem Jahr entstand die hölzerne Teufelsbrücke über die 19,5 Meter tiefe Schlucht „Höll“. Das 25 Hektar große Gelände gehört dem Fürstenhaus Hohenzollern und wird von Mitgliedern der Ortsgruppe Inzigkofen des Schwäbischen Albvereins ehrenamtlich betreut.
Neben Fürstlicher Park ist lokal auch der Name Fürstliche Anlagen gebräuchlich. Am Amalienfelsen erinnern große Eisenlettern mit der Aufschrift „Andenken an Amalie Zephyrine 1841“ und das Allianzwappen der Häuser Hohenzollern-Sigmaringen und Salm-Kyrburg an die Schöpferin des Parks. Eine Sage erzählt, Amalie Zephyrine sei aus Liebeskummer auf einem Schimmel in die Donau gestürzt; tatsächlich starb sie 1841 mit 81 Jahren in Sigmaringen.
Besucher können beide Parkbereiche über eine Hängebrücke von 2019 überqueren, die die nördliche und südliche Seite der Donau verbindet. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da viele Wege steil und teilweise ausgesetzt sind.
Die Teufelsbrücke überspannt die 19,5 Meter tiefe Schlucht „Höll“ und ist 21,5 Meter lang. Eine 1843 errichtete Holzbrücke wurde 1895 durch eine geschwungene Betonkonstruktion mit auf- und absteigenden Treppen ersetzt. Das Foto zeigt einen einzelnen flachen Steinbogen mit niedriger Brüstung, der beidseitig aus den Felswänden entspringt.
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