Benediktinerkloster Heilig Kreuz, Donauwörth, Benediktinerkloster in Donauwörth, Deutschland.
Das Benediktinerkloster Heilig Kreuz ist eine ehemalige Benediktinerabtei am höchsten Punkt innerhalb der Donauwörther Stadtmauern. Der Westflügel entstand ab 1680, die Süd- und Ostflügel errichtete Valerian Brenner 1696/1700 unter Einbeziehung des mittelalterlichen Kreuzgangs. Die Klosterkirche von Joseph Schmuzer besitzt Stuckarbeiten von Franz Schmuzer (1719) und einen Hochaltar von 1729.
Das Kloster wurde 1040 als Frauenkonvent gegründet und erhielt zur Gründung ein Stück vom Heiligen Kreuz aus Konstantinopel geschenkt. Diese Reliquie prägt seine Identität bis heute.
Die Klosterkirche dient weiterhin als Pfarrkirche Heilig-Kreuz und als Wallfahrtskirche. In der Gruft ruht Herzogin Maria von Brabant, die 1256 auf Befehl ihres Gatten Ludwigs des Strengen enthauptet wurde; ihre Epitaphplatte umgibt ein von Prinzregent Luitpold von Bayern gestiftetes schmiedeeisernes Gitter, daneben sind Gedenktafeln für ihre Hofdamen in den Boden eingelassen.
Die frühere Klosterkirche ist heute Pfarrkirche Heilig-Kreuz und zugleich Wallfahrtskirche, bleibt also liturgisch in Gebrauch. Die Klostergebäude werden seit 1935 von den Herz-Jesu-Missionaren bewohnt und sind kein öffentliches Museum. Die Anlage liegt am Westrand der Altstadt auf dem höchsten Punkt innerhalb des Donauwörther Mauerrings.
Napoleon Bonaparte hielt sich 1809 während des Fünften Koalitionskrieges in den Klosterräumen auf und gab von dort aus seine ersten Kampfbefehle. Dieses historische Ereignis verbindet das religiöse Gebäude mit einem Moment der europäischen Militärgeschichte.
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