Wichtellöcher, Höhlensystem und Geotop in Wabern, Deutschland.
Die Wichtellöcher sind zwei Kalksteinhöhlen in der Nähe von Wabern, die nur wenige Meter auseinander liegen und je etwa einen halben Meter hoch und breit sind. Sie befinden sich entlang eines Feldweges und werden durch Informationstafeln erklärt, die ihre geologische Entstehung beschreiben.
Die Höhlen entstanden während der Muschelkalk-Zeit vor etwa 242 bis 235 Millionen Jahren, als das Gebiet unter einem alten Meer lag und Kalkstein sowie Mergel abgelagert wurden. Dieser Prozess schuf die Bedingungen, unter denen später Wasser die Höhlen aus dem Gestein herauslöste.
Der Name leitet sich von der lokalen Sage der "Wichtel" ab, mythischen Wesen, denen die Einwohner die Höhlen zuschrieben. Diese Geschichten prägen bis heute, wie Menschen den Ort wahrnehmen und über ihn sprechen.
Der Zugang erfolgt über einen Feldweg, der von informativ gestalteten Tafeln begleitet wird, die geologische Details erklären. Man sollte bequeme Schuhe tragen und beachten, dass die Höhlen sehr klein sind und nur von außen betrachtet werden können.
Das Gebiet wurde 2022 zum Geotop des Jahres im Nationalpark GrenzWelten ernannt und erhielt damit offizielle Anerkennung für seine geologische Bedeutung. Diese Auszeichnung machte die Stelle unter Geologen und Geologie-Enthusiasten bekannter.
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