Kalbsburg, Mittelalterliche Burg in Borken, Deutschland
Kalbsburg ist eine mittelalterliche Burg in Borken mit einem Wachtturm, der auf erhöhtem Gelände über dem Tal der Eder ragt und nach Nordosten blickt. Das Anwesen umfasst heute einen Reitstall, während andere Teile als private Wohnräume genutzt werden und nicht frei zugänglich sind.
Die Burg wurde 1431 von Landgraf Ludwig I. als Verteidigungsanlage gegen das Erzbistum Mainz errichtet und bildete Teil eines regionalen Grenzschutzsystems. Bereits um 1197 erscheint der Ort in Urkunden des Vatikans im Zusammenhang mit Klostergütern in der Umgebung.
Die Anlage trägt den Namen eines örtlichen Geschlechts und wurde im Laufe der Zeit von einer reinen Wehranlage zu einem Herrensitz umgewandelt. Diese Umgestaltung zeigt, wie sich die Funktion solcher Bauwerke mit den wechselnden politischen Verhältnissen veränderte.
Das Gelände kann von außen besichtigt werden, allerdings sind viele Bereiche Privatbesitz und nicht zugänglich. Am besten erkunden Besucher die Außenseiten und den Standort auf dem Hügel, um die Lage gegenüber dem Tal zu verstehen.
Der Turm wurde bewusst an einem Ort errichtet, von dem aus die Grenzen des Erzbistums Mainz zu sehen waren, was ihn zu einem Punkt der ständigen Kontrolle machte. Diese strategische Platzierung zeigt die politischen Spannungen der Zeit zwischen verschiedenen Territorialmächten.
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