Georg-von-Rauch-Haus, Alternatives Wohnkollektiv in Kreuzberg, Deutschland.
Das Georg-von-Rauch-Haus ist ein Wohnkollektiv in Kreuzberg, das ein ehemaliges Wohnheim für Krankenschwestern nutzt und mehrere Etagen mit gemeinschaftlichen Räumen verbindet. Das fünfstöckige Gebäude an der Mariannenplatz bietet Platz für rund vierzig Menschen, die in selbstverwalteter Struktur zusammenleben.
Im Dezember 1971 besetzten etwa dreihundert Menschen das leer stehende Gebäude, nachdem ein Konzert der Band Ton Steine Scherben und eine Teach-in-Veranstaltung stattgefunden hatten. Das Haus wurde zur bedeutenden Symbolfigur der squatter-Bewegung in West-Berlin und blieb über Jahrzehnte unter illegaler Kontrolle.
Das Haus trägt den Namen eines 1971 erschossenen Aktivisten und steht für die Gegenkulturbewegung Berlins. Die Bewohner prägen das Viertel durch ihre Kunstprojekte und offenen Veranstaltungen, die das alternative Leben hier sichtbar machen.
Das Haus ist nicht für reguläre Besuche geöffnet, kann aber von außen besichtigt werden und ist oft wegen Veranstaltungen oder Kunstausstellungen aktiv. Am besten erkundest du die Gegend in den wärmeren Monaten, wenn mehr Leben auf Mariannenplatz stattfindet.
Der Name erinnert an Georg von Rauch, einen Aktivisten der RAF, der bei einem Polizeieinsatz 1971 erschossen wurde, kurz bevor das Haus besetzt war. Diese Namensgebung verbindet den Ort mit der politischen Geschichte der Gegenbewegung dieser Zeit.
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