Glaskubus, Holocaust-Mahnmal im Planken-Viertel, Mannheim, Deutschland.
Der Glaskubus besteht aus vier vertikalen Glaspanels, die einen drei Meter großen Würfel bilden, der um 45 Grad zur Mitte des Paradenplatzes gedreht ist. Im Inneren sind 2.280 Namen eingraviert, die in einer dichten, überlappenden Anordnung die Oberflächen bedecken.
Das Denkmal wurde 2003 errichtet und dokumentiert die Namen von jüdischen Bürgern Mannheims, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Die Errichtung entstand aus dem Wunsch der Stadt, das Gedenken an diese Opfer im öffentlichen Raum sichtbar zu machen.
Die eingravierte Namen auf den inneren Glaspanels erscheinen von außen in Spiegelschrift, was eine besondere visuelle Erfahrung schafft. Diese Anordnung zwingt Besucher, sich bewusst mit den Inschriften auseinanderzusetzen und sie aktiv zu entziffern.
Der Glaskubus ist tagsüber und nachts frei zugänglich, wobei die nächtliche Beleuchtung die Namen deutlich sichtbar macht. Besucher können den Ort jederzeit betreten und das Denkmal von allen Seiten betrachten, ohne dass Besuchszeiten oder spezielle Vorkehrungen erforderlich sind.
Die Struktur wurde bewusst als transparenter Würfel konzipiert, um die Opfer nicht zu verbergen, sondern sie in den Alltag der Stadt zu integrieren. Dadurch erinnert das Denkmal ständig an ihre Existenz, während es gleichzeitig Teil des lebendigen öffentlichen Raums bleibt.
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