Goethe- und Schiller-Archiv, Literaturarchiv in Weimar, Deutschland.
Das Goethe- und Schiller-Archiv ist ein Literaturarchiv in Weimar, das Handschriften, Briefe und persönliche Papiere von bedeutenden deutschen Schriftstellern, Philosophen und Künstlern sammelt. Die Sammlung umfasst Materialien von Hunderten von Autoren und reicht zeitlich vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
Großherzogin Sophie gründete 1885 das Goethe-Archiv, im Todesjahr von Goethes letztem Enkel Walther, der ihr die Handschriften seines Großvaters vermachte. 1889 stifteten Schillers Nachkommen dessen Nachlass, seither trägt das Archiv seinen heutigen Namen. Der Bau nach dem Vorbild des Petit Trianon wurde 1892 in Auftrag gegeben, ab 1893 von Otto Minckert errichtet und am 28. Juni 1896 eingeweiht.
Der Name des Archivs änderte sich 1889, als die Nachkommen Schillers dessen Nachlass stifteten; heute verwahrt es über 150 persönliche Bestände, darunter die Papiere von Franz Liszt und Friedrich Nietzsche. Zu den wertvollsten Stücken zählen die Originalhandschriften von Goethes „Faust“ und Schillers „Demetrius“. Die 1885 gegründete Goethe-Gesellschaft beteiligte sich an der Finanzierung von Ankäufen.
Die Sammlungen sind in einem speziell gestalteten Gebäude untergebracht, in dem Besucher originale Manuskripte und Briefe einsehen können. Die meisten Materialien werden auf Anfrage bereitgestellt, daher ist es sinnvoll, vorab zu planen, was man ansehen möchte.
Zu den wertvollsten Stücken des Hauses zählen die Originalhandschriften von Goethes „Faust“ und Schillers „Demetrius“. Der seit 1885 hier verwahrte Nachlass Goethes gehört seit 2001 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.
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