Kirms-Krackow-Haus, Wohnhaus aus dem 16. Jahrhundert in Weimar, Deutschland.
Das Kirms-Krackow-Haus ist ein Wohngebäude aus dem 16. Jahrhundert in der Weimarer Altstadt, dem später ein barocker Gartenpavillon hinzugefügt wurde. Die Innenräume sind vollständig mit Möbeln und Gegenständen aus dem frühen 19. Jahrhundert eingerichtet und weitgehend im Originalzustand erhalten.
Das Haus wurde im 16. Jahrhundert errichtet und gelangte später in den Besitz von Franz Kirms, einem Hofrat, der enge Beziehungen zu Goethe und anderen Persönlichkeiten der Weimarer Klassik unterhielt. In dieser Zeit diente es als Treffpunkt für Dichter, Gelehrte und Künstler aus dem Umfeld des Weimarer Hofes.
Die Innenräume zeigen Möbel und Gegenstände aus der Biedermeierzeit und geben einen Eindruck davon, wie eine wohlhabende Bürgerfamilie im frühen 19. Jahrhundert lebte. Besonders auffällig ist, wie die bescheidene, aber sorgfältige Einrichtung den Geschmack dieser Gesellschaftsschicht widerspiegelt.
Das Haus ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet und wird von einem örtlichen Museum betrieben, das in der Regel Führungen anbietet. Da die Räume schmal sein können und die Böden original erhalten sind, empfehlen sich flache, rutschfeste Schuhe.
Der Garten hinter dem Haus wurde um 1800 angelegt und ist bis heute nach denselben Grundsätzen bepflanzt, was ihn zu einem der wenigen erhaltenen Beispiele historischer Gartengestaltung dieser Art in Deutschland macht. Wer genau hinsieht, entdeckt Pflanzen, die in dieser Kombination in modernen Gärten kaum noch vorkommen.
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