Wilhelm-Ernst-Gymnasium Weimar, Historisches Gymnasium am Herderplatz, Deutschland.
Das Wilhelm-Ernst-Gymnasium ist ein dreigeschossiges Barockgebäude mit Mansardendach und monumentaler zweiläufiger Eingangstreppe am Herderplatz 14 in Weimar. Der Bau verbindet klassische Architekturformen mit funktionalen Räumen, die seit Jahrhunderten als Schulgebäude genutzt werden.
Der Herzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar gründete diese Schule 1712 als Nachfolger einer früheren Schuleinrichtung, die seit 1561 an diesem Ort tätig war. Das Gymnasium wurde zum Zentrum einer reformierten Bildung in der Region und prägte die Intellektuelle Entwicklung Weimarswährend seiner klassischen Blütezeit.
Bedeutende Pädagogen wie Johann Gottfried Herder und Johann Heinrich Voss unterrichteten an diesem Gymnasium, das heute Teil des UNESCO-Welterbes Klassisches Weimar ist.
Das Gebäude ist heute für Besucher zugänglich, wird aber für Verwaltungs- und Rundfunkzwecke genutzt, daher sollte man sich vorab informieren. Der Zugang ist aus historischen Gründen begrenzt, weshalb Gehbehinderungen berücksichtigt werden sollten.
Vor dem Schulgebäude steht seit 1832 ein achteckiger gusseiserner Brunnen, der vom Architekten Clemens Wenzeslaus Coudray gestaltet wurde. Dieser Brunnen ist ein Beispiel der technischen Innovationen, die Weimar im 19. Jahrhundert in die Stadtgestaltung einführte.
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