Römische Ruwerwasserleitung, Römisches Aquädukt in Rheinland-Pfalz, Deutschland
Die Römische Ruwerwasserleitung ist ein 12,8 Kilometer langer römischer Aquädukt von der Ruwer bei Waldrach nach Trier bis nördlich des Amphitheaters, mit einem Gefälle von 7,74 Metern (0,6 ‰). Ihr Kanal war 74 cm breit und 96 cm hoch und wurde im frühen 2. Jahrhundert aus Sandsteinquadern, Schieferbruchsteinen und Kalkmörtel errichtet, teils über Brückenkonstruktionen.
Die Leitung wurde im frühen 2. Jahrhundert aus Sandsteinquadern, Schieferbruchsteinen und Kalkmörtel errichtet und führte teilweise über Brücken. Sie versorgte Augusta Treverorum (Trier) mit Ruwerwasser und speiste auch die Kaiserthermen und die Barbarathermen. Der größte Teil liegt noch heute im westlichen Ruwertalhang in der Erde verborgen.
Der Kanal speiste die Kaiserthermen und die Barbarathermen, die beiden großen kaiserlichen Badeanlagen Triers, sowie öffentliche Brunnen und Wasserspeicher nördlich des Amphitheaters. Der Kanal war 74 cm breit und 96 cm hoch, das Wasser stand etwa 60 cm hoch; diese Maße lassen sich an den Sinter- und Verputzspuren der erhaltenen Kanalwangen ablesen.
In Waldrach wurden Reste des Originals beim ehemaligen Bahnhof direkt am Ruwer-Hochwald-Radweg freigelegt. Ein kurzes nachgebautes Stück steht auf einem Betonsockel an der Ruwertalstraße (Kreisstraße 12) Richtung Korlingen an der touristischen Straße der Römer. Der Sockel besteht aus Baumaterial der originalen Leitung, die 1974 beim Verlegen der Ruwertalstraße abgebaggert wurde. Der größte Teil liegt noch im westlichen Ruwertalhang in der Erde.
Der Großteil des 12,8 Kilometer langen Kanals liegt noch im westlichen Ruwertalhang in der Erde; nur ein kurzes Stück wurde 1974 bei Straßenbauarbeiten nahe dem ehemaligen Bahnhof Waldrach freigelegt und mit seinen Originalsteinen auf einem Betonsockel nachgebaut.
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