Visbeker Bräutigam, Prähistorischer Dolmen in Großenkneten, Deutschland.
Der Visbeker Bräutigam ist eine Gruppe von Großsteingräbern der Trichterbecherkultur, deren größte Anlage die Sprockhoff-Nummer 936 trägt. Die Umfassung ist 104 Meter lang und 8 bis 9 Meter breit; von den ursprünglich etwa 170 Steinen sind noch 130 vorhanden. Die etwa 10 Meter lange Grabkammer liegt im Westen und weist fünf Decksteine auf.
Die Hauptanlage, Sprockhoff-Nr. 936, wurde zwischen 3400 und 2800 v. Chr. von der Trichterbecherkultur errichtet und zählt zu den größten Großsteingräbern Deutschlands. Ihre 104 Meter lange Umfassung mit etwa 130 erhaltenen Steinen ist in Ost-West-Richtung auf Sonnenauf- und -untergang zur Tagundnachtgleiche ausgerichtet. Wenige Meter entfernt liegen vier weitere Gräber (Nr. 934, 935, 937 und 938), südlich der Aue steht der Heidenopfertisch.
Der Name bezieht sich auf eine alte Geschichte über einen Bräutigam, der versteinerte, anstatt eine ungewollte Ehe einzugehen. Diese Legende zeigt, wie die Menschen der Region ihre Landschaft mit fantastischen Geschichten verbunden haben.
Das Monument ist über einen Waldweg erreichbar, der zu mehreren prähistorischen Stätten in der Umgebung führt. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und sich bewusst machen, dass die Steine verstreut und uneben sind.
Die Hauptumfassung ist 104 m lang und 8–9 m breit; von den ursprünglich rund 170 Steinen stehen noch 130. Die Grabkammer misst nur etwa 10 m und ist damit kürzer als die 24 m lange Kammer des wenige Meter entfernten Grabes 934. Die Anlage ist ost-westlich auf Sonnenauf- und -untergang zur Tagundnachtgleiche ausgerichtet.
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