Visbeker Braut und Bräutigam, Prähistorische Megalithanlage in Wildeshausen, Deutschland
Visbeker Braut und Bräutigam sind zwei getrennte megalithische Grabanlagen aus der Jungsteinzeit in der Nähe von Wildeshausen, Niedersachsen. Die Anlage der Braut besteht aus einer langen Reihe aufrecht stehender Steine, während die des Bräutigams eine kompaktere Grabkammer mit einem eigenen Steinarrangement zeigt.
Die Anlagen wurden vor etwa 5.000 Jahren von den ersten sesshaften Bauerngemeinschaften Norddeutschlands errichtet. Sie gehören zu einer Gruppe ähnlicher Megalithgräber, die sich über weite Teile Nordeuropas verteilen und einen gemeinsamen Baustil teilen.
Die Namen der beiden Anlagen stammen aus einer alten Sage, nach der ein Brautpaar auf dem Weg zur Kirche zu Stein wurde. Wer die Steine heute besucht, kann noch immer spüren, wie diese Geschichte den Orten ihre eigene Stimmung gibt.
Beide Anlagen sind zu Fuss erreichbar und durch einen Waldweg verbunden, der auch für weniger geübte Wanderer gut zu bewältigen ist. Ein Besuch bei trockenem Wetter ist angenehmer, da die Wege durch den Wald im Nassen glitschig werden können.
Die Anlage der Braut ist mit rund 80 Metern eine der längsten ihrer Art in Deutschland. Einige Forscher vermuten, dass die Ausrichtung der Steine bewusst gewählt wurde, um bestimmte Sonnenauf- oder -untergänge zu markieren.
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