Großsteingrab Heidenopfertisch, Megalithgrab in Visbek, Deutschland
Das Großsteingrab Heidenopfertisch ist eine Megalithanlage in der Gemeinde Visbek, nahe dem Landgasthof Engelmannsbäke. Es ist ost-westlich orientiert und ohne steinerne Einfassung. Von den ursprünglich drei Decksteinen sind zwei erhalten; der größte, etwa 5 × 3 × 1,2 m groß und rund 50 Tonnen schwer, ist der schwerste erhaltene Deckstein aller Großsteingräber im Oldenburgischen. Die Grabkammer misst etwa 10 × 2,5 m.
Errichtet zwischen 3500 und 2800 v. Chr. von der Trichterbecherkultur, befand sich das Grab seit Generationen im Besitz der Familie Zeller Engelmann, als das Großherzogtum Oldenburg das Areal samt Monument nach langwierigen Verhandlungen 1847 für 200 Reichstaler kaufte und das Visbeker Wahrzeichen unter Denkmalschutz stellte.
Der Name Heidenopfertisch stammt aus dem 19. Jahrhundert und beruht auf späterer Vermutung, nicht auf einem belegten Opferkult. Das Grab liegt nahe dem Visbeker Bräutigam und der Visbeker Braut; Künstler wie Johann Carl Wilhelm Aarland hielten es im 19. Jahrhundert im Bild fest.
Der Ort ist über die Wanderwege 7 und 8 des archäologischen Erlebnispfades leicht zu erreichen und verfügt über Parkplätze in unmittelbarer Nähe. Die flache Landschaft macht eine Anfahrt mit dem Auto komfortabel, und der Weg zum Denkmal selbst ist kurz und einfach zu gehen.
Der Deckstein maß ursprünglich etwa 7 × 3 Meter; mindestens zwei Stücke wurden im frühen 19. Jahrhundert abgesprengt und als Baumaterial verwendet. Erhalten sind rund 5 × 3 × 1,2 Meter und je nach Quelle etwa 40 bis 50 Tonnen – der schwerste erhaltene Deckstein aller Großsteingräber im Oldenburgischen.
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