Gläserner Mönch, Naturdenkmal in Halberstadt, Deutschland.
Der Gläserne Mönch ist eine etwa zehn Meter hohe Sandsteinfelsklippe in den Thekenbergen, die 180 m ü. NN erreicht. Sie bildete sich in der Oberkreide und überragt den umgebenden Wald, sodass sie weithin sichtbar ist. Eines der Felsgebilde ähnelt mit etwas Fantasie einem Mönch mit Kapuze.
Bereits in der Bronzezeit, vor rund 4000 Jahren, diente der Felsen als Kultstätte und Aussichtspunkt zur Überwachung des umliegenden Geländes; gefunden wurden ein Hockergrab und ein Nietendolch. Die Germanen sollen ihn Thorstein genannt haben, weil seine Form an Mjölnir, den Hammer des Gottes Thor, erinnert.
Der Name stammt von der Form des Felsens, die an einen Mönch mit Kapuze erinnert; „gläsern“ leitet sich vom mundartlichen glaren ab, also glühen oder glänzen, weil der Sandstein bei starker Sonne zu leuchten scheint. Eine Sage erzählt, ein Mönch und eine Nonne hätten hier ihr Keuschheitsgelübde gebrochen und seien zur Strafe in Stein verwandelt worden. Der Fels diente lange als Kultstätte und Aussichtspunkt.
Der Fels ist nur zu Fuß oder über für Durchgangsverkehr gesperrte Feldwege erreichbar. Von der Ruine der ehemaligen Ausflugsgaststätte „Landhaus“ führt eine steile Treppe mit 169 Stufen hinauf, weitere Treppen dann auf den Felsen. Ausgangspunkte sind auch Langenstein, etwa 2 km westlich, oder der Parkplatz der Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge, 2 km südöstlich.
Der frühere Name des Felsens, Thorstein, stammt von seiner Form, die an Mjölnir, den Hammer des Gottes Thor, erinnert; Germanen sollen ihn genutzt haben. Gefunden wurden hier ein Hockergrab und ein Nietendolch aus der Bronzezeit, rund 4000 Jahre alt.
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