Gut Hodenberg, Kulturerbe-Ensemble in Oberneuland, Bremen, Deutschland.
Gut Hodenberg ist ein Herrengut mit sieben Hektar Parklandschaft in Oberneuland bei Bremen, Deutschland. Der Ort verfügt über ein Herrenhaus aus dem Jahr 1767, europäische Möbelsammlungen und asiatische Statuen, die im Gebäude und auf dem Gelände verteilt sind.
Gut Hodenberg wurde 1149 erstmals urkundlich erwähnt und war ein von einem Graben umgebener Adelssitz; der Name Hodenberg erscheint erst 1421, als die Edlen von der Hellen bis 1470 hier lebten. Bis 1608 blieb das Gut bei der Familie Clüver, und etwa 20 Bauern zahlten Abgaben an den Hodenberger Landherrn. 1609 erwarb Bremens Bürgermeister Diedrich Hoyer der Jüngere das Gut und ließ ein neues Gutshaus errichten.
Robert Rickmers, der mit den Farben Grün-Weiß-Rot Helgolands aufgewachsen war, gab dem Haus diese Farbgebung, und seine Frau ließ im Park eine Freilichtbühne einrichten. Das Gut wurde Treffpunkt von Künstlern und Kaufleuten, die Rickmers' Weinkeller rühmten; Ernst Müller-Scheeßel, Th. Hermann, Albert Ritterhoff und Heinrich Vogeler wirkten hier. 1936 wandelte Rickmers das Haus in die Stiftung Der Hodenberg um, die nach seinem Tod 1948 zur Stiftung zur Pflege der niedersächsischen Heimatliebe wurde.
Der Park liegt an der Oberneulander Landstraße, Ecke Hodenberger Straße in Oberneuland; Herrenhaus, Park und Nebenanlagen stehen unter Denkmalschutz. Das Herrenhaus ist nicht öffentlich zugänglich, Besucher sehen es von außen. Die Stallungen nutzt der Reitverein Hubertus.
Friedrich Engelken kaufte das Gut 1810 und richtete dort eine psychiatrische Klinik ein, damals Irrenanstalt genannt, die bis 1863 bestand. Das von einem Graben umgebene Gutshaus von 1787 hatte zuvor der Konsul Hermann Heymann errichten lassen.
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