Haus Bevern, Denkmalgeschütztes Schloss in Ostbevern, Deutschland.
Haus Bevern war eine Wasserburg im Stil der Renaissance in Ostbevern, die zwischen 1827 und 1834 fast vollständig abgerissen wurde. Erhalten blieb nur der Gefängnisturm der Vorburg, der heute als Archivturm dient und in Privatbesitz ist. Ein später errichtetes Fachwerkhaus auf dem Areal wurde als Forsthof genutzt; im September 2011 wurde eine Informationssäule aufgestellt.
Benannt nach dem Adelsgeschlecht von Bevern, ist die Wasserburg 1294 als Nygenhof, 1367 als „hus tho Beveren“ und 1372 als „borch to Beveren“ belegt. Sie wurde an die von Vechtrup und dann an die von Schencking vererbt, 1707 an Amalia von Reede. Bis 1809 wurde hier Recht gesprochen; zwischen 1827 und 1834 wurde die baufällige Burg abgebrochen, nur der Gefängnisturm blieb stehen.
Der Name stammt vom Adelsgeschlecht von Bevern, Dienstmannen des Bischofs von Münster, die als Drosten in Ostbevern amtierten, eine Funktion, die sie mit den Herren von Loburg teilten. Zwischen den Familien von Schencking und von Nagel sind Streitigkeiten um die Rechtsprechung am Ort belegt. Auf sie dürfte die Gründung der Pfarrkirche St. Ambrosius zurückgehen.
Erhalten sind nur der Gefängnisturm, der heute als Archivturm dient, und das später errichtete Fachwerkhaus des Forsthofs auf privatem Gelände; der Turm steht mit dem Archiv seit dem 11. August 1988 unter Denkmalschutz. Im September 2011 wurde eine Informationssäule aufgestellt. Die Immobilie gehört weiterhin den von Droste zu Vischering, daher ist nur die Einsicht vom öffentlichen Weg möglich.
Der Gefängnisturm überstand den Abbruch von 1827 bis 1834 und dient heute als Archivturm; seit dem 11. August 1988 steht er unter Denkmalschutz und ist weiterhin Privatbesitz derer von Droste zu Vischering. Bis in die 1970er Jahre war in seinem Untergeschoss noch ein Schandmantel zu sehen.
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