Harliburg, Mittelalterliche Festungsruine bei Vienenburg, Deutschland
Harliburg ist eine Burgruine auf einem knapp 200 Meter hohen Hügel im Harly-Wald und zeigt heute noch kreisförmige Wälle und tiefe Gräben als Überreste ihrer Befestigung. Die Anlage thront über der Landschaft und vermittelt durch ihre Lage einen Eindruck von ihrer einstigen militärischen Bedeutung.
Otto IV. erbaute Harliburg 1203 als kaiserliche Befestigung, um die Zufahrtswege nach Goslar gegen die Ansprüche Philipps von Schwaben zu sichern. Nach einer Belagerung von vier Monaten im Jahr 1291 wurden die Steine der Burg abgetragen und für den Bau anderer Burgen verwendet.
Ein mittelalterlicher Mönch namens Heinrich Rosla verfasste ein lateinisches Epos mit dem Titel 'Heringsberga' über die historischen Ereignisse der Harliburg.
Man erreicht die Ruine über Waldwege von Vienenburg aus, was eine kurze und angenehme Wanderung ermöglicht. Die erhöhte Lage und die Waldumgebung sorgen für naturnahe Bedingungen, die je nach Jahreszeit unterschiedliche Voraussetzungen mit sich bringen.
Die Steine der zerstörten Burg wurden systematisch wiederverwendet und bildeten die Grundlage für andere bedeutende Befestigungen in der Gegend. Diese Wiederverwendung zeigt, wie wertvoll und kostbar Baumaterial in der Mittelalter war.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.