Heidenschanze bei Dresden, Vorgeschichtliche Befestigungsanlage in Dresden, Deutschland
Die Heidenschanze ist eine vor- und frühgeschichtliche Befestigungsanlage auf einem Monzonit-Felssporn, etwa 90 Meter über dem Plauenschen Grund bei Coschütz zwischen Dresden und Freital. Ihr erhaltener Abschnittswall aus Holzkästen, die mit Erde und Steinen gefüllt waren, ist noch bis zu elf Meter hoch, davor liegt ein Wehrgraben. Die Innenfläche war terrassiert und dicht bebaut; heute unterquert die A17 die Anlage im Coschützer Tunnel.
Bereits um 5000 v. Chr. wurde der Felsen genutzt, wovon ein Depotfund der Bandkeramiker zeugt. Der Wall bestand zwischen 1200 und 500 v. Chr., und um 800 v. Chr. schloss ein etwa 70 Meter langer Wall den einzigen ungeschützten Zugang. Nach einer Besiedlungslücke von rund 1400 Jahren besetzten Slawen den Platz ab dem 9. Jahrhundert erneut; gefundene ungarische Pfeilspitzen stehen mit den Einfällen zwischen 905 und 933 in Zusammenhang.
Den Namen Heidenschanze gaben später deutschsprachige Bewohner einer Anlage, die lange vor dem Christentum entstand. Bei Ausgrabungen kamen vier bronzezeitliche Depotfunde zutage; Metallurgie, Keramik und Knochenarbeiten der Fundstelle sind im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz ausgestellt.
Das Gelände ist über mehrere Wanderwege erreichbar, die durch die Hügel um Coschütz führen und gut markiert sind. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und beachten, dass die Oberflächen uneben sind.
Die Anlage ist eine vorgeschichtliche Befestigung, keine mittelalterliche Burg: Ihr Wall bestand etwa zwischen 1200 und 500 v. Chr., und um 1000 v. Chr. färbte ein Brand den Sandstein unter der Hitze rötlich. Heute unterquert die Bundesautobahn 17 den Berg im Coschützer Tunnel.
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