Haarmannsbrunnen, Gedenkbrunnen am Herrenteichswall, Deutschland
Der Haarmannsbrunnen ist ein bronzener Brunnen mit einer Statue eines Bergarbeiters ohne Oberteil, der mit Hammer und Erz arbeitet und typische Bergbaukleidung trägt. Die Skulptur steht an der Herrenteichswall und zeigt realistische Details der Bergbauarbeit.
Der Haarmannsbrunnen wurde am 1. Mai 1909 eingeweiht, gestiftet von Senator August Haarmann, Generaldirektor des Georgs-Marien-Bergwerks- und Hüttenvereins. Der Bildhauer Adolf Graef, der in Paris bei Auguste Rodin studiert hatte, schuf den Bronzebersmann. Die Feier wurde nicht öffentlich bekannt gegeben, Arbeiter waren nicht eingeladen; das Grubenunglück von 1893 am Stüveschacht mit neun Toten wurde nicht erwähnt, ein Bezug dazu ist nicht belegt.
Der Bergmann hält Schlägel und Eisen, obwohl 1909 bereits mit Pressluftbohrern gearbeitet wurde, und Wasser strömt auf ihn herab, weil er eine Wasserader getroffen hat — unter Tage bedeutete ein Wassereinbruch Gefahr für Leib und Leben. August Haarmann, selbst als Bergmann ausgebildet, wünschte sich einen kraftvollen Arbeiter, der sich über die erbohrte Quelle freut.
Der Brunnen befindet sich in der Nähe des Zentrums und ist das ganze Jahr über frei zugänglich, ohne dass besondere Bedingungen den Besuch einschränken. Die Wege rund um die Skulptur sind flach und können leicht zu Fuß erreicht werden.
Der Bergmann hält Schlägel und Eisen, obwohl 1909 bereits mit Pressluftbohrern gearbeitet wurde; das auf ihn strömende Wasser steht für eine getroffene Wasserader, die unter Tage Lebensgefahr bedeutete. Der Stollen dahinter ist aus Durilit nachgebildet, einem Kunststein aus Gesteinsmehl vom Piesberg.
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