Hannoverscher Bahnhof, Bahnhof in Osnabrück, Deutschland
Der Hannoverscher Bahnhof ist ein Backsteingebäude an der Sandbachstrasse in Osnabrück, das 1855 als Endstation der Hannoverschen Westbahn eröffnet wurde. Das Hauptgebäude liegt zur Straße hin, dahinter lagen die Gleisanlagen, Werkstätten und Nebengebäude. Nach der Eröffnung des neuen Hauptbahnhofs einige hundert Meter östlich verlor der Bahnhof seine Rolle im Personenverkehr.
Die Station wurde 1855 als Endpunkt der Hannover-Westbahn eröffnet und behielt diese Funktion bis zur Streckenverlängerung nach Rheine im Jahr 1856. Mit dieser Erweiterung wuchs ihre Rolle von einer regionalen Endstation zu einem wichtigen Umsteigeknoten für den Eisenbahnverkehr.
Der Name der Station stammt von der Hannoverschen Westbahn nach Löhne, die am 22. November 1855 eröffnet wurde. Bürgermeister Johann Carl Bertram Stüve setzte 1848 eine Trasse östlich der Stadt durch, um die lokale Wirtschaft zu fördern; deshalb lag der Endbahnhof hier und nicht westlich von Osnabrück.
Das Gebäude wurde verkauft und ist nicht mehr öffentlich zugänglich; der ehemalige Bahnhof lässt sich nur von außen betrachten. Er liegt an der Sandbachstraße, wenige hundert Meter westlich des heutigen Osnabrücker Hauptbahnhofs, wo sich die Strecken Wanne-Eickel–Hamburg kreuzen. Die rote Backsteinfassade und die frühere Bahnsteighalle sind von der Straßenseite am besten zu sehen.
Die Frachtfunktion des Bahnhofs endete mit der Eröffnung des zentralen Güterzentrums im Stadtteil Fledder im Jahr 1913; danach wurde die Anlage anderweitig genutzt. Das Backsteingebäude diente später als Verwaltungssitz der Deutschen Bahn bis 2004, bevor es verkauft und für die Öffentlichkeit geschlossen wurde.
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