St. Hedwig, Katholische Pfarrkirche in Jüterbog, Deutschland
Die St. Hedwig-Kirche ist eine katholische Pfarrkirche in Jüterbog mit einer einschiffigen Hallenform, freiliegenden Dachbindern und kreuzrippengewölbtem Chor im südlichen Bereich. Das Gebäude grenzt an die Tetzel-Kapelle und steht hinter dem Pfarrhaus in der Großen Straße 86.
Der Bau der Kirche begann 1893 nach einem Bevölkerungswachstum in Folge der Verlegung einer Artillerieschule aus Berlin nach Jüterbog. Das Gebäude erhielt 1962 seinen Status als eigenständige Pfarrkirche.
Die drei Chorfenster von Egbert Lammers aus dem Jahr 1940 zeigen die Heiligen Josef, Hedwig und Barbara. Sie ersetzten Fenster von 1933 aus der Hand von Hannes Schulz-Tattenbach, die die Gemeinde als „unpassend und geschmacklos“ abgelehnt hatte. Die Tetzelkapelle, benannt nach dem Dominikaner Johann Tetzel, der 1517 in Jüterbog Ablassbriefe verkaufte, birgt ein Gemälde des 17. Jahrhunderts, eine Marienkrönung durch die Dreifaltigkeit, als Leihgabe der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
Die Kirche liegt hinter dem Pfarrhaus an der Großen Straße 86 und ist von der Straße aus leicht zu erreichen. Das Gebäude teilt seinen Platz mit der benachbarten Tetzel-Kapelle, wodurch ein zusammenhängender religiöser Komplex entstanden ist.
Die Orgel baute Ernst Röver Ende des 19. Jahrhunderts; sie hat sieben Register auf einem Manual und einen neugotischen Prospekt. Die drei Chorfenster hinter dem Altar schuf Egbert Lammers 1940; sie zeigen die Heiligen Joseph, Hedwig und Barbara. Die früheren Fenster von Hannes Schulz-Tattenbach aus dem Jahr 1933 lehnte die Gemeinde als unpassend ab.
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