Heeresbäckerei, Militärbäckerei und Kulturdenkmal in Friedrichshain, Berlin, Deutschland.
Die Heeresbäckerei ist eine ehemalige Militärbäckerei in Friedrichshain mit einer markanten gelben Klinkersteinfassade und großen gewölbten Fenstern, die das Licht ins Industrialgebäude lassen. Das Komplexgebäude beherbergte ursprünglich eine Bäckerei, ein Getreidespeicher, Verwaltungsräume und Wohnhäuser für Beamte und prägt damit die Geschichte der militärischen und industriellen Infrastruktur Berlins.
Die Bäckerei wurde 1805 als Teil der Königlich-Preußischen Verpflegungsverwaltung gegründet und war zunächst Teil des militärischen Versorgungssystems. Nach einem Feuer 1890 wurde das Gebäude von den Architekten Kneister, Arenberg und Böhm umfassend erneuert und erhielt dabei seine charakteristische Klinkersteinfassade.
Die Heeresbäckerei trägt einen Namen, der auf ihre ursprüngliche Funktion als Militärbäckerei hinweist, und ihre Backsteinfassade prägt bis heute das Gesicht der Köpenicker Straße. Im Inneren lassen sich noch die handwerklichen Details wie das Kupferbuchen-Parkett und die gusseisernen Strukturen erkennen, die von ihrer Vergangenheit als Arbeitsort erzählen.
Das Gelände liegt in der Nähe der Spree und ist leicht zu erreichen, wobei die gelbe Backsteinfront es auf der Köpenicker Straße leicht zu finden macht. Heute funktioniert das Gebäude als Veranstaltungsort und Restaurant, sodass Besucher es von außen bewundern oder innen zur Entspannung einkehren können.
Während des Kalten Krieges lagerte die Anlage Zwieback, Kommissbrot und konservierte Lebensmittel für die Versorgung der Stadtbevölkerung, was ihre Bedeutung weit über rein militärische Zwecke hinaus zeigt. Diese doppelte Funktion als sowohl militärische als auch zivile Versorgungsstelle machte sie zu einem Schlüsselaktor in der Infrastruktur Berlins.
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