Lehnitzschleuse, Schiffsschleuse in Oranienburg, Deutschland
Die Lehnitzschleuse ist eine Schleuse am Oder-Havel-Kanal bei Oranienburg, nördlich von Berlin. Sie besteht aus zwei Kammern, die Schiffe auf unterschiedliche Wasserstände heben oder senken.
Die erste Schleuse wurde 1910 gebaut, um den wachsenden Schiffsverkehr auf dem Kanal zu bewältigen. Eine zweite, größere Kammer wurde 1940 hinzugefügt, um noch mehr Güter transportieren zu können.
Der Name der Schleuse stammt vom nahen Lehnitzsee, den die Havel ursprünglich nicht durchfloss. Beim Bau von Lehnitz II wurden Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen als Zwangsarbeiter eingesetzt, wie auch im nahen Klinkerwerk. Die alte Kammer Lehnitz I wurde 1989 stillgelegt und ihr oberes Tor durch Erdaufschüttung verschlossen.
Die nutzbare Kammer der neuen Schleuse ist 125 Meter lang und 11,92 Meter breit; ein Schleusenvorgang dauert rund 15 Minuten, eine Kreuzungsschleusung 40 bis 45 Minuten. Die alte Kammer Lehnitz I wurde 1989 stillgelegt und ihr oberes Tor mit Erdaufschüttung verschlossen.
Die Schleuse überwindet einen Höhenunterschied von 5,65 Metern und liegt auf der Wasserstraße, die Berlin mit Stettin verbindet. Das macht sie zu einem wichtigen Punkt auf einer der längsten Binnenschifffahrtsrouten Norddeutschlands.
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