Klinkerhafenbrücke, Eisenbahnbrücke in Oranienburg, Deutschland
Die Klinkerhafenbrücke ist eine Eisenbahnbrücke, die den Oder-Havel-Kanal in Oranienburg überquert. Sie verbindet Gleisabschnitte der Bahnlinie Berlin-Karow-Fichtengrund und ermöglicht den Zugverkehr zwischen verschiedenen Teilen Brandenburgs.
Die erste Eisenbahnüberführung über den Oder-Havel-Kanal entstand von etwa 1940 bis 1942 für eine Anschlussbahn zum Klinkerwerk Oranienburg, einer Außenstelle des KZ Sachsenhausen, in der Tausende Häftlinge Zwangsarbeit leisteten. Nach dem Krieg demontierten sowjetische Truppen Werk und Anschlussbahn; der Kanal wurde mit einem Roth-Waagner-Brückengerät von 60 Metern Stützweite überbrückt, und das heutige ESB-66-Fachwerk wurde am 23. Juli 1986 eingeschwommen. 1999 wurde die Strecke stillgelegt, 2010 die Brücke unter Denkmalschutz gestellt.
Der Name stammt vom Klinkerhafen, dem Hafen des Klinkerwerks Oranienburg, einer Außenstelle des KZ Sachsenhausen, in der Tausende Häftlinge Zwangsarbeit leisten mussten. Der Brückentyp ESB 66 wurde ab 1976 in der DDR unter strenger Geheimhaltung entwickelt; die Brücke ist das einzige fertiggestellte Projekt ihrer Art.
Die Brücke liegt bei Kanal-Kilometer 29,665, etwa einen Kilometer südöstlich von Friedrichsthal und drei Kilometer von Oranienburg entfernt; die Strecke ist eingleisig und verläuft in Ost-West-Richtung. Der Fußweg auf der Südseite ist gesperrt, und die Bahnstrecke ist seit 1999 stillgelegt, sodass das Bauwerk besser von den umliegenden Wegen aus betrachtet wird.
Die Brücke ist ein mobiles Gerät vom Typ ESB 66, eine Eisenbahn- und Straßenbrücke mit maximal 66 Metern Stützweite, die in der DDR seit 1976 unter strenger Geheimhaltung entwickelt wurde. Das 207 t schwere Bauwerk wurde 1983 in Walddrehna erstmals in voller Länge aufgebaut und danach eingelagert. Die Klinkerhafenbrücke ist das einzige fertiggestellte Projekt ihrer Art.
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