Helix-Turmfischpass, Fischpass in Schwentinental bei Kiel, Deutschland.
Die Fischaufstiegsanlage bei Schwentinental ist eine spiralförmig angelegte Passage mit 36 Becken, die sich über etwa 200 Meter erstreckt. Sie überwindet einen Höhenunterschied von 6,5 Metern und ermöglicht es Fischen, die Stauwehr an der Rastorfer Mühle zu passieren.
Die Anlage wurde 2004 an der Rastorfer Mühle erbaut und nahm 2005 ihren Betrieb auf. Sie entstand als Antwort auf die Notwendigkeit, Wanderfischen den Weg zu den oberstrom gelegenen Laichgebieten zu öffnen.
Die spiralförmige Anlage stieß auf öffentliche Kritik: Der Bund der Steuerzahler und der Landesnaturschutzbund Schleswig-Holstein bezeichneten die erste Umsetzung als Verschwendung von Steuergeldern. Der Architekt Hans Wilhelm Peters konstruierte den Mäander-Fischpass an der Fachhochschule Bochum und ließ ihn patentieren.
Die Anlage ist von außen einsehbar und leicht zugänglich, so dass man die spiralförmige Konstruktion beobachten kann. Beste Besuchszeiten sind Frühjahr und Herbst, wenn Fische wandern.
Die erste Helix-Turmfischpass entstand am Kraftwerk Raisdorf II der Rastorfer Mühle, und der Entwurf des Architekten Hans Wilhelm Peters wurde patentiert. Der Bund der Steuerzahler und der Landesnaturschutzbund Schleswig-Holstein bezeichneten das rund 550.000 Euro teure, überwiegend aus EU-Mitteln finanzierte Projekt als Verschwendung von Steuergeldern.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.737 Mitwirkenden weltweit.