Fundplatz Bentumersiel, Archäologische Fundstätte in Niedersachsen, Deutschland.
Bentumersiel ist eine archäologische Stätte auf einem erhöhten Flussufer in der Gemeinde Jemgum an der Emsmündung. Die Grabungsstätte erstreckt sich über zwei Hektar Sumpfland und zeigt Spuren einer alten Siedlung mit Wohnstrukturen und Befestigungen.
Erste Funde wurden 1928 während Tonabbau entdeckt, was zu systematischen Ausgrabungen führte. Hauptgrabungen zwischen 2006 und 2008 legten römische Keramik und Amphorenfunde frei, die Handelskontakte nach Süden belegen.
Die germanische Siedlung in Bentumersiel markiert die historische Grenze zwischen den Gebieten der Friesen und Chauken entlang der Ems während der Antike.
Das Gebiet liegt in Marschen und kann bei Regen sehr nass sein, daher sind geeignete Schuhe notwendig. Gute Wege führen zu den kennzeichneten Ausgrabungsflächen, die von außen einsehbar sind.
Die Bewohner errichteten Befestigungsanlagen vor den Wohnhäusern, was zeigt, dass Schutz in diesem strategischen Ort an der Emsmündung Vorrang hatte. Diese ungewöhnliche Bauabfolge unterscheidet die Siedlung von vielen anderen gleichzeitigen Plätzen in der Region.
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