Rustwerder, Naturschutzgebiet auf der Boiensdorfer Halbinsel, Deutschland
Rustwerder ist ein Naturschutzgebiet auf der Boiensdorfer Halbinsel an der Wismarbucht in Mecklenburg-Vorpommern. Das Gelände ist flach und besteht aus Salzwiesen, feuchtem Grünland und einem schmalen Küstenstreifen direkt am Wasser.
Das Schutzgebiet wurde 1971 ausgewiesen, um einen sogenannten Strandhaken zu erhalten, eine durch Sandverlagerung entstandene Küstenform. Die Salzwiesen innerhalb des Gebiets wurden seit Jahrhunderten als Weideland genutzt, und diese Praxis wird bis heute fortgeführt.
Rustwerder liegt auf der Boiensdorfer Halbinsel und ist vor allem bei Vogelbeobachtern bekannt, die hierher kommen, um Wat- und Wasservögel in ihrem natürlichen Umfeld zu sehen. Die Salzwiesen, die seit Generationen beweidet werden, geben dem Gebiet ein offenes, ländliches Gepräge, das man sofort spürt, wenn man durch die flache Landschaft läuft.
Das Gebiet ist zu Fuß erreichbar, und Besucher sollten sich an die markierten Wege halten, um Brutvögel und andere Tiere nicht zu stören. In der Nähe gibt es einen Campingplatz, der an manchen Tagen mehr Menschen in die Gegend bringt, weshalb frühe Morgenstunden oft ruhiger sind.
Seit 2009 gehört ein Teil des Geländes der NABU-Stiftung, die das Gebiet aktiv betreut und überwacht. Der Strandhaken selbst verändert seine Form von Jahr zu Jahr, weil Wind und Wellen den Sand entlang der Küste verschieben, sodass das Gelände nie ganz gleich aussieht wie beim letzten Besuch.
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