Rigal’sche Kapelle, Neuromanische Kapelle in Alt-Godesberg, Deutschland.
Die Rigal’sche Kapelle ist ein schlichter Backsteinbau mit rundbogigen Öffnungen und umlaufendem Klötzchenfries, errichtet 1856–1858 nach einem Entwurf von Christian von der Emden. Der rechteckige Grundriss endet in einer fünfseitigen Apsis, zwei quadratische Anbauten ähneln Querschiffen. Die Giebelspitze springt als Konsole vor, über dem Eingang sitzt eine geschnitzte Tafel mit der Aufschrift „RIGALSCHE“.
Freiherr Ludwig Maximilian von Rigal-Grunland ließ die Kapelle 1856–1858 nach einem Entwurf von Christian von der Emden neben seiner Villa Schloss Rigal errichten. Sie war das erste eigenständige evangelische Gotteshaus in Godesberg und im linksrheinischen heutigen Bonner Stadtgebiet. 1874 ging sie durch Schenkung an die Gemeinde über. Granatbeschuss beschädigte am 8. März 1945 den Dachreiter; zwischen 1983 und 1985 wurde er originalgetreu wiederaufgebaut.
Der Name des Bauwerks erinnert an Baron Ludwig Maximilian von Rigal-Grunland, der es ursprünglich erbauen ließ. Innen sieht man noch die originalen neugotischen Einrichtungen mit Patronatslogen und traditionellen Holzbänken, die das Innere prägen.
Die Kapelle steht an der Ecke Kurfürstenallee und Friedrich-Ebert-Strasse und ist von der Straße aus gut zu sehen. Besucher sollten beachten, dass dies ein aktiver Gottesort ist und der Zugang von den Öffnungszeiten für Gottesdienste abhängt.
Ein steinernes Wegekreuz, vermutlich aus dem 18. Jahrhundert, wurde beim Bau der chinesischen Botschaft 1982–1984 von der Deutschherrenstraße hierher versetzt. Der am 8. März 1945 durch Granatbeschuss getroffene Dachreiter wurde 1983 abgebrochen und bis Januar 1985 originalgetreu wiederaufgebaut.
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