Kermeterstollen, Wassertunnel am Kraftwerk Heimbach, Deutschland
Der Kermeterstollen ist ein unterirdischer Wasserstollen, der sich etwa 2,7 Kilometer durch den Kermeter-Rücken erstreckt. Er verbindet das Urft-Stauseebecken mit dem Wasserkraftwerk Heimbach und liegt in Nordrhein-Westfalen.
Das Bauwerk entstand in der Frühzeit der modernen Wasserkraftnutzung und wurde dann 1945 von deutschen Truppen zerstört. Der Angriff auf die Verschlüsse führte zur kompletten Entleerung des Urft-Stausees während des Zweiten Weltkrieges.
Das Bauwerk zeigt die Handwerkskunst des frühen 20. Jahrhunderts in der Eifel und prägt bis heute das Verständnis für Wasserkraft in dieser Region. Die Menschen hier sehen darin ein Zeichen der technischen Leistungsfähigkeit vergangener Generationen.
Der Zugang zum Stollen ist normalerweise nicht für Besucher geöffnet, da er Teil einer aktiven Energieversorgungsanlage ist. Regelmäßige Inspektionen durch Fachleute erfolgen alle 20 Jahre und erfordern das Ablassen des Wassers aus dem Staubecken.
Die Bauteams schafften es, sich beim Graben von beiden Seiten mit einer Abweichung von nur einem Meter zu treffen, obwohl eine Felsschicht von etwa 220 Metern über ihnen lag. Diese Präzision wurde ganz ohne moderne Messgeräte erreicht.
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