Marineküstenstation Marienleuchte, Militärische Küstenanlage in Fehmarn, Deutschland.
Die Marineküstenstation Marienleuchte ist eine deutsche Marineüberwachungsanlage auf der Insel Fehmarn an der engsten Stelle der Fehmarnbelt-Meerenge in der Ostsee. Das Gelände umfasst mehrere Dienstgebäude, Wohnunterkünfte und spezialisierte unterirdische Anlagen zur Überwachung von Schiffsverkehr und Funkommunikationen.
Die Station begann 1908 ihren Betrieb als Beobachtungsposten der Kaiserlich Deutschen Marine an einem strategisch wichtigen Punkt der Ostsee. Während des Kalten Krieges wurde die Anlage erheblich ausgebaut, um sowjetische und ostdeutsche Marinebewegungen und Funktelegrafie zu überwachen.
Der Name der Station leitet sich von Königin Marie Sophie ab, nach der bereits der 1832 von der dänischen Marinebehörde erbaute Leuchtturm benannt wurde. Die Verbindung zum Leuchtturm prägt bis heute das Erscheinungsbild des Ortes und die Geschichte der baltischen Küstenüberwachung.
Das Gelände liegt in einer exponierten Position an der Küste und ist von der nahe gelegenen Stadt aus erreichbar, wobei die Wege zum Gebiet je nach Zugang und Sichtbedingungen variieren können. Besucher sollten sich auf wechselhafte Wetterbedingungen vorbereiten, da die exponierte Lage an der Meerenge und offenen Küste starke Winde mit sich bringt.
Der Keller des Dienstgebäudes enthielt bis 1990 Ausrüstung zum Abhören von sowjetischen und ostdeutschen Militärfunk- und Radarsignalen. Diese Abhöraktivitäten waren ein wichtiger Teil der westdeutschen Überwachung der sowjetischen Präsenz in der Ostsee während der geteilten Deutschland-Zeit.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.