Vater Rhein und seine Töchter, Bronzebrunnen am Ständehaus, Düsseldorf, Deutschland
Vater Rhein und seine Töchter ist ein Bronzebrunnen vor dem Ständehaus in Düsseldorf, bei dem eine zentrale männliche Figur den Vater Rhein darstellt und von vier weiblichen Figuren umgeben ist, die seine Nebenflüsse symbolisieren. Die Skulpturen ruhen auf einem Granitbecken und zeigen die handwerkliche Meisterschaft klassizistischer Kunstfertigkeit.
Das Monument wurde am 7. März 1897 enthüllt, nachdem es ursprünglich 1884 als Gipsabguss für Kaiser Wilhelm I. und Kaiserin Augusta geschaffen worden war. Seine Verwandlung von einem kaiserlichen Geschenk zu einem öffentlich zugänglichen Brunnen zeigt den kulturellen Wandel der Stadt im späten 19. Jahrhundert.
Die Bronzeskulptur zeigt mythologische Bezüge zum Rhein, wobei die zentrale Figur eine Krone trägt und einen Dreizack ähnlich dem des Neptun hält. Diese Verbindung zur antiken Götterwelt macht den Brunnen zu einem Ort, wo lokale Flusslegenden in Kunstform sichtbar werden.
Der Brunnen steht vor dem K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und ist vollständig barrierefrei zugänglich. Besucher können das Denkmal von allen Seiten betrachten und haben Platz zum Verweilen im umgebenden Platzbereich.
An der Basis bewacht ein Drache das Rheingold, dargestellt durch eine Kaiserkrone und ein Zepter. Diese Anspielung auf die Nibelungen-Sage verbindet den Brunnen mit einer der berühmtesten Legenden der Region und schafft eine versteckte Verbindung zur germanischen Mythologie.
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