Kaiservilla von Konz, Archäologische Stätte in Konz, Deutschland.
Die Kaiservilla Konz ist eine römische Wohnanlage aus dem 4. Jahrhundert, die sich über etwa 84 Meter Länge und 28 Meter Breite erstreckt und einen zentralen Saal mit Apsis besitzt. Der Komplex war mit Wärmeanlage ausgestattet und überblickte den Zusammenfluss der Saar.
Die Villa entstand in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts und war mindestens bis 388 n. Chr. bewohnt. Sie lag in einer Region, die für ihre wohlhabenden römischen Besiedlung bekannt war.
Die Wandmalereien und Marmorausstattung zeigen die gehobene Qualität dieses Wohnraums, der denen gehörte, die Wohlstand und Geschmack zur Schau stellten. Die Dekoration verrät Verbindungen zu wohlhabenderen römischen Zentren und ihre Bedeutung als Wohnsitz einer bedeutenden Familie.
Der Fundplatz liegt in Konz an der Zusammenflussstelle von Saar und Mosel und ist von einem modernen Kirchenbau geprägt, unter dem sich die Überreste befinden. Besucher sollten wissen, dass die Struktur teilweise ausgegraben ist und in einer dicht bebauten Gegend liegt.
Der römische Dichter Ausonius erwähnte diesen Ort in seinem Werk Mosella und gab damit einen seltenen schriftlichen Beweis für die Existenz der Anlage. Die Erwähnung verbindet die archäologischen Überreste mit antiken literarischen Quellen.
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