Zisterzienser-/Benediktinerkloster, später Kartause Güterstein, Mittelalterliche Klosterruine in Bad Urach, Deutschland
Die Kartause Güterstein war ein Klosterkomplex in der Nähe des Güterstein-Wasserfalls in der Schwäbischen Alb mit Kirche, Wohngebäuden und Nebenbauten. Heute sind nur noch Ruinen und einzelne Grundmauern sichtbar, die einen Eindruck von der einstigen Größe vermitteln.
Das Kloster wurde im 13. Jahrhundert gegründet und diente ab 1441 als Grablegen für die Württemberger Grafenfamilie. Im 16. Jahrhundert führte die Reformation zur Zerstörung und Aufgabe der meisten Gebäude.
Der Ort war ein wichtiger Schreibzentrum für religiöse Texte und theologische Werke, die in der ganzen Region verbreitet wurden. Die Mönche fertigten sorgfältig Handschriften an, die bis heute zeigen, welche Rolle das Kloster im geistlichen Leben spielte.
Der Ort ist relativ schwer zugänglich und liegt abseits der Hauptwege, daher ist bequemes Schuhwerk und etwas Zeit zum Erkunden notwendig. Die Ruinen sind über einen Wanderweg zu erreichen, der durch schöne Natur führt.
Nach der Aufgabe des Klosters nutzte man die Lage an kalkhaltigen Quellen, um Stein abzubauen und das Wasser weiterzuleiten. Ein benachbarter Gestüt profitierte von diesem Wasser, während die Steinbrucharbeiten das Gelände dauerhaft veränderten.
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