Lusamgärtchen, Mittelalterlicher Innenhof am Neumünster, Würzburg, Deutschland
Das Lusamgärtchen ist ein Innenhof neben dem Neumünster, der Reste eines romanischen Kreuzgangs mit geschnitzten Säulen bewahrt. Die Kapitelle zeigen Motive wie Palmetten und Runen aus dem 12. Jahrhundert.
Der Hof entstand als Friedhof und war Bestattungsort für Geistliche und bedeutende Personen über Jahrhunderte hinweg. Die Ausgrabungen im 14. Jahrhundert brachten historisch wichtige Gräber ans Licht.
Die Steinreliefs zeigen Sankt Kilian und Christus als Weltenherrscher und stellen die früheste figürliche Kunst Würzburgs dar. Diese Darstellungen verdeutlichen die religiöse Bedeutung des Ortes für die Gemeinde.
Der Zugang erfolgt durch das Tor an der Martinstrasse 4 und der Hof ist täglich von früh morgens bis zum Abend für Besucher geöffnet. Die Fläche ist klein und übersichtlich, sodass ein kurzer Besuch ausreicht.
Im Boden eingelassene Vertiefungen in Form von Schalen wurden so gestaltet, dass Vögel darin trinken konnten. Dies geschah auf Wunsch eines mittelalterlichen Dichters, der hier begraben liegt und dem Tierschutz große Bedeutung beimaß.
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