Benediktinerinnenkloster Niedernburg, Passau, Benediktinerinnenabtei in Passau, Deutschland.
Das Kloster Niedernburg ist eine Benediktineranlage in Passau mit einer dreischiffigen romanischen Säulenbasilika als Hauptkirche. Diese Kirche beeindruckt durch ihren gotischen Chor und barocke Wölbungen, die verschiedene Baustile aus unterschiedlichen Epochen vereinen.
Das Kloster wurde 772 von Herzog Tassilo III. gegründet und erhielt 1010 unter der Äbtissin Heilika kaiserlichen Status. Im Jahr 1161 wurde es Teil des Fürstbistums Passau und verlor damit seine ursprüngliche Unabhängigkeit.
Die Klosterkirche ist ein wichtiger Wallfahrtsort, da hier Königin Gisela bestattet liegt, die Schwester Kaiser Heinrichs II. war. Pilger aus Ungarn besuchen den Ort, um dieser historischen Frau zu gedenken, die als Gründerin des christlichen Ungarn verehrt wird.
Das Kloster beherbergt heute zwei Gisela-Schulen und ein Studentenwohnheim, wodurch der Zugang für reguläre Besucher begrenzt ist. Die Kirche öffnet jedoch gelegentlich für Besucher, daher lohnt sich eine vorherige Anfrage nach den aktuellen Öffnungsmöglichkeiten.
Das Kloster sammelte im Mittelalter Wasserzölle, Marktgebühren und böhmische Zölle aus den Handelsaktivitäten in Passau. Diese Einnahmen machten es zu einer wirtschaftlich bedeutsamen Institution, die vom Handelsverkehr der Stadt profitierte.
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