Augustinerchorherrenstift Petersberg, Augustinerkloster auf dem Petersberg, Sachsen-Anhalt, Deutschland.
Das Kloster Petersberg ist ein romanisches Augustinerkloster auf dem höchsten Punkt des Saalekreises in Sachsen-Anhalt. Die Stiftskirche folgt einem Kreuzgrundriss mit vier gleich langen Armen, die sich an einem zentralen Vierungsturm treffen, und ist von einem geschlossenen Steinkomplex umgeben.
Die Wettiner Grafen gründeten das Kloster zwischen 1124 und 1142 und legten damit eine ihrer ersten religiösen Stiftungen in der Region an. Die Reformation beendete 1565 das klösterliche Leben, als die Gemeinschaft aufgelöst wurde.
Das Kloster war über Jahrhunderte die bevorzugte Grablege der Wettiner, einer der mächtigsten Herrscherfamilien des mitteldeutschen Raums. Ihre Grabmäler sind noch heute in der Stiftskirche zu sehen und geben dem Ort eine besondere Würde.
Das Gelände liegt auf einem Hügel und ist über einen Wanderweg erreichbar, der vom Tal aus hinaufführt. Der Anstieg ist gut ausgeschildert, aber festes Schuhwerk wird empfohlen, vor allem nach Regen.
Bevor die Wettiner das Kloster gründeten, war der Hügel ein heiliger Ort der slawischen Bevölkerung, der wahrscheinlich für rituelle Zusammenkünfte genutzt wurde. Diese Überlagerung zweier verschiedener religiöser Traditionen am selben Ort ist in Mitteleuropa selten gut dokumentiert.
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