Kloster Sankt Fidelis, Kapuzinerkloster in Regensburg, Deutschland.
Das Kloster Sankt Fidelis ist ein Kapuzinerkloster in Regensburg mit Wohntrakter, Kirche und Nebengebäuden, die 1921 vom Architekten Heinrich Hauberrisser im Neobarock-Stil entworfen wurden. Der gesamte Komplex zeigt die klassische Anordnung eines Ordenshauses mit separaten Bereichen für Gebet, Gemeinschaftsleben und tägliche Arbeiten.
Das ursprüngliche Kapuzinerkloster in der Ostengasse wurde während der Säkularisierung von 1810 aufgelöst, woraufhin ein neues Kloster 1916 in der Uhlandstrasse gegründet wurde. Die Errichtung des heutigen Gebäudes 1921 markierte die Etablierung einer neuen religiösen Stätte nach über 100 Jahren ohne feste klösterliche Heimat.
Die Kapuzinerkirche trägt den Namen des heiligen Fidel von Sigmaringen, eines Kapuzinermissioners aus dem 17. Jahrhundert. Der Sakralbau war über Jahrzehnte ein zentraler Ort für das Ordensleben und die Gemeindeversammlungen vor Ort.
Der Wohntrakt wurde nach dem Auszug der letzten Franziskaner-Brüder 1994 in Studentenunterkünfte umgewandelt und ist heute Teil des integrierten Schulcampus. Besucher sollten beachten, dass viele Bereiche Privatraum sind oder nur mit Genehmigung zugänglich sind.
Die Sakristei und Teile der Kirche zeigen original erhaltene Ausstattungen aus den 1920er Jahren, darunter handwerklich gefertigte Holzarbeiten und liturgische Gegenstände. Diese Details offenbaren die Detailfreude des Architekten und die Wertschätzung für handwerkliche Qualität jener Epoche.
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