Dominikanerinnenkloster Galiläa, Meschede, Dominikanerkloster in Meschede, Deutschland
Das Kloster Galiläa war ein Dominikanerinnen-Kloster in Meschede mit vier Flügeln, die einen Innenhof bildeten. Heute steht von dieser Anlage noch ein Gebäude als Wohnhaus, während ein Glockenturm in der südlichen Friedhofskapelle der Stadt bewahrt wird.
Henneke von Berninghausen und Margaretha von Hückelheim gründeten 1483 das Kloster, indem sie ihr Dorf Hückelheim an sieben Nonnen spendeten. Nach Jahrhunderten als Zentrum des Ordenslebens endete der Klostertag im Zuge der Säkularisierung.
Die Dominikanerinnen unterrichteten junge Frauen in praktischen Fähigkeiten wie Handarbeit und Haushaltsführung sowie in grundlegenden akademischen Inhalten. Dieses Bildungsangebot prägte das Leben mehrerer Generationen von Frauen in der Region bis ins 19. Jahrhundert.
Der Ort ist über das Straßennetz von Meschede leicht erreichbar und lädt zu einem Spaziergang durch die alte Friedhofsanlage ein. Besucher können den Glockenturm in der südlichen Friedhofskapelle sehen und die noch vorhandenen Klostersturkturen von außen betrachten.
1810 mussten Behördenvertreter gewaltsam die Klostermauern durchbrechen und das Herdfeuer löschen, um die sich widersetzenden Nonnen zur Auflösung des Ortes zu zwingen. Diese widerspenstige Ablehnung gegen die Schließung zeigt die tiefe Verbundenheit der Gemeinschaft mit ihrer Heimat.
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