Zisterzienserinnenabtei Himmelpforten, Zisterzienserkloster in Ense, Deutschland.
Kloster Himmelpforten ist ein ehemaliges Zisterzienserkloster in Ense, das im Mittelalter an den Ufern der Möhne errichtet wurde. Erhalten sind heute noch die Fundamente und Teile der nördlichen Außenmauer, die in den Bau der modernen St.-Marien-Kirche integriert wurden.
Das Kloster wurde 1246 gegründet und bestand über 550 Jahre als religiöse Gemeinschaft. Mit der Säkularisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde es aufgelöst, und das Gelände verlor seinen klösterlichen Charakter.
Im Mittelalter lebten hier Frauen aus adeligen Familien, die im Kloster lesen, schreiben und religiöse Texte studierten, was für Frauen jener Zeit selten war. Dieser Bildungsort war damit ein ungewöhnlicher Ort weiblichen Wissens in der Region.
Der Standort ist heute durch die St.-Marien-Kirche zugänglich, wo die erhaltenen Mauerreste und Fundamente besichtigt werden können. Es lohnt sich, sich Zeit zu nehmen, um zu verstehen, wie die alten und neuen Bauteile miteinander verbunden sind.
Im Mai 1943 wurde die Möhnetalsperre bei einem britischen Bombenangriff zerstört, was eine gewaltige Flutwelle auslöste, die das Klostergelände verwüstete. Die Schäden an den Gebäuden waren so schwerwiegend, dass weite Teile des Komplexes unwiederbringlich verloren gingen.
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