Weißgerbergasse, Mittelalterliche Straße im Zentrum von Nürnberg, Deutschland.
Die Weißgerbergasse ist eine schmale Gasse in der Nürnberger Altstadt, die von Fachwerkhäusern aus dem 14. und 15. Jahrhundert gesäumt wird. Die Holzrahmenkonstruktionen mit ihren Lehmausfachungen stehen dicht nebeneinander und bilden eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Straßenzeilen der Stadt.
Die Gasse entwickelte sich im Mittelalter als Handwerkszentrum, in dem Gerber ihr Leder bearbeiteten und verkauften, weshalb der Ort eng mit dem Aufstieg Nürnbergs als Handelsstadt verbunden ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die stark beschädigten Häuser sorgfältig wiederaufgebaut, wobei man die originalen Strukturen und Proportionen so weit wie möglich beibehielt.
Die Weißgerbergasse verdankt ihren Namen den Weißgerbern, also den Handwerkern, die helles Leder herstellten. Wer die Gasse heute entlanggeht, sieht Fachwerkhäuser, die so eng nebeneinanderstehen, dass man sich vorstellen kann, wie lebhaft und dicht das Handwerksleben hier einmal war.
Die Weißgerbergasse liegt mitten in der Nürnberger Altstadt und ist von den meisten zentralen Sehenswürdigkeiten leicht zu Fuß zu erreichen. Das Kopfsteinpflaster kann uneben sein, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk, besonders bei Regen.
Obwohl die Häuser nach dem Krieg neu gebaut wurden, verwendeten die Handwerker dabei zum Teil noch originale Balken und Steine aus den Ruinen. Wer genau hinschaut, kann an manchen Stellen das alte Material erkennen, das in die neue Konstruktion eingearbeitet wurde.
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