Henkersteg, Mittelalterliche Fußgängerbrücke in Nürnberg, Deutschland
Der Henkersteg ist eine überdachte Holzfußgängerbrücke in der Altstadt von Nürnberg, die den Fluss Pegnitz überspannt. Sie ist mit dem Henkerturm verbunden und besteht aus einem Fachwerkkorridor, der auf Pfeilern über dem Wasser ruht.
Die Brücke stammt aus dem Mittelalter und trägt ihren Namen von dem Scharfrichter, der im angrenzenden Turm wohnte und eine eigene Überquerungsmöglichkeit erhielt. Sie war Teil der städtischen Befestigungsanlage und verband den Henkerturm mit dem übrigen Stadtgefüge.
Der Name des Stegs geht auf den Scharfrichter zurück, der im angrenzenden Turm wohnte und die Brücke nutzte, um die Stadt zu überqueren, ohne unter die übrige Bevölkerung zu geraten. Wer heute über den Steg geht, folgt buchstäblich dem Weg einer der am meisten gemiedenen Figuren des mittelalterlichen Stadtlebens.
Der Steg liegt im Herzen der Nürnberger Altstadt, unweit des Weinstadls, und ist zu Fuß von den meisten Sehenswürdigkeiten der Innenstadt gut erreichbar. Die Überquerung ist kurz und ebenerdig, sodass sie auch für Personen mit eingeschränkter Mobilität kein Problem darstellt.
Der Steg ist eine der wenigen noch erhaltenen überdachten Holzbrücken in Deutschland und wurde nach einem Brand im 17. Jahrhundert wieder aufgebaut. Die heutige Konstruktion ist also nicht das Original, auch wenn sie dem mittelalterlichen Erscheinungsbild entspricht.
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