Pagodenburg, Barockes Gartenpavillon in Rastatt, Deutschland.
Die Pagodenburg ist ein achteckiges Barockpavilion in zwei Geschossen mit etwa 100 Quadratmetern Ausstellungsfläche und hohen, luftigen Räumen. Das Gebäude steht auf der Terrasse der Murg und bietet von außen Blicke auf die umliegende Landschaft.
Das Gebäude wurde 1722 von der Markgräfin Franziska Sibylla Augusta in Auftrag gegeben und vom Hofarchitekten Johann Michael Ludwig Rohrer erbaut. Die Gestaltung folgte dem Vorbild des Nymphenburger Schlosses in München, wurde aber in einzelnen Details abgewandelt.
Das Gebäude war ursprünglich ein Teehaus für die Adeligen des Hofes und dient heute als Ausstellungsraum. Der Kunstverein Rastatt nutzt die Räume, um Werke zeitgenössischer deutscher Künstler zu zeigen und macht den Ort so zu einem aktiven Kunstort in der Region.
Das Gebäude ist von April bis Oktober zugänglich, meist an Wochenenden und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr. Es ist hilfreich, die genauen Öffnungszeiten vorher zu überprüfen und komfortable Schuhe anzuziehen, da der Weg zum Pavilion über Gelände führt.
Das Dach mit seinen gebogenen Flanken unterscheidet sich deutlich vom münchener Vorbild und prägt das Erscheinungsbild des Gebäudes. Dieser Dachstil war eine eigenständige Entscheidung des lokalen Architekten und macht das Gebäude zu einem lokalen Meisterwerk der barocken Anpassung.
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