Kunitzburg, Burgruine in Jena, Deutschland.
Kunitzburg ist eine Burgruine nordöstlich von Jena, deren Steinreste eine halbrunde Turmstruktur und fragmentierte Mauerzüge zeigen. Die Anlage sitzt erhöht in der Landschaft und bietet Blickbeziehungen über das Saaletal.
Die Burg entstand um 1100 unter den Herren von Glisberg und wurde später zum Reichsgut unter Friedrich I. König Rudolf ließ sie 1289 zerstören, womit ihre Bedeutung als Machtzentrum endete.
Die Ruine steht als Zeugnis mittelalterlicher Wehrhaftigkeit in der Landschaft und prägt bis heute das Bild der Region um Jena. Menschen wandern hier vorbei und erleben einen Ort, der von frühen Machtverhältnissen und befestigter Kontrolle spricht.
Die Ruine ist über verschiedene Wanderwege erreichbar, die von Jena aus starten und durch waldige Hänge führen. Gutes Schuhwerk und etwas Zeit sind erforderlich, da der Anstieg steil ist und die Route uneben.
Von 1809 bis 1815 lebte eine schwedische Gräfin, Hedwig Carolina Ekmann, in einem Blockhaus auf der Anlage und verdiente ihren Lebensunterhalt durch handwerkliche Arbeiten. Diese ungewöhnliche Episode zeigt, wie die zerstörte Burg auch in neuerer Zeit Menschen beherbergte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.