Künstlerkolonie Berlin, Kulturdenkmal in Wilmersdorf, Berlin.
Die Künstlerkolonie Berlin ist eine Wohnsiedlung in Wilmersdorf, einem westlichen Bezirk Berlins, die aus mehreren Gebäuden rund um einen zentralen Platz besteht. Die Bauten zeigen die sachliche Architektur der späten 1920er Jahre mit klaren Fassaden, gleichmäßigen Fensterfronten und einer einheitlichen Gestaltung, die die gesamte Anlage zusammenhält.
Die Siedlung wurde zwischen 1927 und 1930 von der Deutschen Bühnengenossenschaft errichtet, um Künstlern und Schriftstellern erschwinglichen Wohnraum zu bieten. Während der NS-Zeit wurden viele Bewohner verfolgt, zur Emigration gezwungen oder ermordet.
Die Anlage trägt den Namen Künstlerkolonie, weil sie ursprünglich für Künstler, Schauspieler und Schriftsteller gebaut wurde, und dieser Charakter ist heute noch im Straßenbild spürbar. Der zentrale Ludwig-Barnay-Platz, benannt nach dem Schauspieler und Theatergründer Ludwig Barnay, bildet das Herz der Siedlung und lädt zum Verweilen ein.
Die Siedlung liegt im Berliner Bezirk Wilmersdorf und ist mit U-Bahn und Bus gut erreichbar. Die Außenbereiche und die zentrale Platzanlage sind frei zugänglich, sodass man die Architektur jederzeit aus der Nähe betrachten kann.
Ein Gedenkstein auf dem Ludwig-Barnay-Platz, der 1988 eingeweiht wurde, erinnert an die Bewohner, die in der NS-Zeit verfolgt wurden. Bemerkenswert ist, dass dieser Stein von der Gemeinschaft der Bewohner selbst initiiert wurde, nicht von einer staatlichen Behörde.
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