Küssaburg, Burgruine in Bechtersbohl, Deutschland
Die Küssaburg ist eine Burgruine in Bechtersbohl, die auf einem Hügel am Rand des südlichen Schwarzwalds liegt und einen weiten Blick über das Rheintal bietet. Von der Anlage sind noch Mauerreste, Fundamente und Teile des Berings erhalten, die den Grundriss der mittelalterlichen Festung gut erkennen lassen.
Die Burg wurde im ersten Drittel des 12. Jahrhunderts errichtet und wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrfach den Besitzer, bevor die Garnison sie 1634 im Dreißigjährigen Krieg in Brand steckte. Das Feuer zerstörte die Anlage so stark, dass sie nie wieder aufgebaut wurde.
Der Name Küssaburg wird manchmal vom deutschen Wort "Kissen" abgeleitet, weil der Hügel eine sanft gerundete Form hat. Wer um die Anlage herumläuft, kann diese runde Silhouette gut erkennen und verstehen, warum der Name so entstanden sein könnte.
Die Ruine ist über markierte Wanderwege von Bechtersbohl aus zu erreichen, und der Aufstieg ist für die meisten Besucher ohne besondere Ausrüstung machbar. Da keine Eintrittsschranken vorhanden sind, lässt sich die Anlage zu jeder Tageszeit besuchen, wobei frühe Morgenstunden oder der späte Nachmittag oft ruhiger sind.
Ein Erdrutsch am 25. Dezember 1664 beschädigte die ohnehin geschwächten Mauerreste erheblich und veränderte das Aussehen der Anlage dauerhaft. Dieser Vorfall ist in lokalen Quellen dokumentiert und macht die Ruine zu einem seltenen Beispiel dafür, wie ein Natuereignis die Form eines historischen Bauwerks geprägt hat.
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