Marienburg, Mittelalterliche Wasserburg in Hildesheim, Deutschland
Marienburg ist eine Wasserburg in Hildesheim mit massiven Mauern, die von zwei Gräben und dem Fluss Innerste umgeben ist. Die Anlage wurde auf einem ehemaligen Handelsweg errichtet und nutzte das Wasser als natürliche Verteidigungslinie.
Ein Bischof ließ die Burg zwischen 1346 und 1349 errichten, um seine Kontrolle über die wachsende Autonomie Hildesheims zu sichern. Diese Festung markierte einen Wendepunkt in der Beziehung zwischen kirchlicher Autorität und städtischer Unabhängigkeit.
Die Architektur der Burg vereint romanische Elemente mit einem 31 Meter hohen Bergfried und einem Palas, der deutsche mittelalterliche Verteidigungsmethoden zeigt.
Das Gelände ist heute Teil der Universität Hildesheim und kann von Besuchern erkundet werden. Es gibt Wege um die Wassergräben, von denen aus man die Struktur und ihre Umgebung gut sehen kann.
Von 1949 bis 1991 beherbergte die mittelalterliche Festung industrielle Betriebe, darunter eine Konservenfabrik und eine Eisfabrik. Diese unerwartete Nutzung zeigt, wie historische Orte sich an wirtschaftliche Veränderungen anpassten.
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