Sieben Brüder, Wohnanlage in Hildesheim, Deutschland.
Sieben Brüder ist eine Gruppe von sieben zweistöckigen Backsteinhäusern, die 1880 vom Hildesheimer Stadtbaumeister Gustav Schwartz im Stil der Hannoverschen Architekturschule auf einem 1700 m² großen Grundstück in der Feldstraße 27 errichtet wurden. Zwei Häuser stehen parallel zur Straße und lassen den Blick auf den Hof frei, je zwei folgen an den Längsseiten, das siebte, Haus Levin, bildet den Abschluss. An jeder Fassade hängt eine schlichte Sandsteinplatte mit einem Namen: Floridus, Clemens, Maximilian, Levin, Franz-Egon, Wilhelm, Paul.
Das Ensemble entstand 1880 als Projekt einer wohltätigen Stiftung, die erschwinglichen Wohnraum für Familien in Not schaffen wollte. Die Gründerin benannte jedes Haus nach einem ihrer sieben Brüder, um ihre Familie und deren Großzügigkeit zu ehren.
Die sieben Häuser tragen die Namen von sieben Brüdern und erinnern an eine großzügige Schenkung aus dem 19. Jahrhundert. Heute kann man an der Architektur und Anordnung noch erkennen, wie wichtig damals der Gedanke der Gemeinschaft und gegenseitigen Unterstützung war.
Die Häuser liegen im Galgenberg-Viertel und sind von außen gut zu sehen, da sie um einen offenen Hof angeordnet sind. Besucher können um die Gebäude herumlaufen und die roten Ziegelfassaden sowie die einfache aber stabile Bauweise aus der Zeit bewundern.
Die sieben Häuser tragen die Vornamen der Brüder Ernestine Nagels, jeweils auf einer schlichten Sandsteinplatte an der Fassade: Floridus, Clemens, Maximilian, Levin, Franz-Egon, Wilhelm und Paul, von links nach rechts gelesen. Bis in die 1980er Jahre teilten sich alle Häuser einen einzigen Wasseranschluss in einem als Waschhaus dienenden Anbau am Haus Levin am Ende des Hofes.
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