Heilig-Kreuz-Kirche, Romanische Kirche in Hildesheim, Deutschland.
Die Heilig-Kreuz-Kirche ist ein romanisches Kirchengebäude in Hildesheim mit einer dreischiffigen Halle, bei der Säulenarkaden das Mittelschiff von zwei schmaleren Seitenschiffen trennen. Das Innere zeigt ein Marian-Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert, ein Taufbecken von 1592 und verschiedene Holzschnitzereien aus unterschiedlichen Epochen.
Das Gebäude entstand ursprünglich als Wehrkomplex zur Verteidigung während der Herrschaft von Bischof Altfrid und wurde später unter Bischof Hezilo zur Kirche mit angeschlossenem Kloster umgewandelt. Diese Umwandlung markierte einen Wendepunkt in der Nutzung des Bauwerks vom militärischen zum geistlichen Zweck.
Der Name bezieht sich auf das Heiligtum der Kreuzreliquie, die lange Zeit hier verehrt wurde und das Gebäude zu einem wichtigen Wallfahrtsort machte. Besucher können bis heute die verschiedenen kunstvollen Altäre und Schnitzereien sehen, die von der religiösen Bedeutung dieses Ortes zeugen.
Die Kirche liegt etwa hundert Meter östlich des Hildesheimer Doms in der Kreuzstrasse und ist leicht zu Fuss erreichbar. Das Gebäude befindet sich auf einer leicht erhöhten Lage, die einen guten Überblick über die Umgebung bietet.
Die Westfassade wurde 1712 im italienischen Barockstil neu errichtet und zeigt Sandsteinfiguren der Apostel Petrus und Paulus auf beiden Seiten des Portals. Diese südliche Kunstrichtung verleiht der ansonsten romanischen Kirche eine unerwartete Dimension.
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